Die Kinderflimmerkiste

Aus Apps für Kinder
Version vom 7. Juli 2013, 18:14 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge)

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Der Kanal 'Die Maus auf dem Mars'


In einem Satz

Diese App zeigt eine Auswahl kindgerechter Filme von Youtube.

Blurb

In der Kinderflimmerkiste werden nur ausgewählte, für Kinder geeignete Videos von Youtube angezeigt. Alle Videos sind auf Deutsch oder ohne Sprache. Die Auswahl reicht von Klassikern ("Der rosarote Panther") bis zu aktuellen Produktionen ("Jonalu"). Dazu kommen auch einige in Deutschland weniger bekannte Produktionen, wie z.B. "Boom & Reds". Die Auswahl der Serien scheint einzig nach dem Kriterium "für Kinder geeignet" getroffen, denn die Inhalte sind sehr unterschiedlich. Die Listen mit den Videos sind nicht veränderbar, sondern vorgegeben. Laut Publisher wird diese Zusammenstellung von Eltern, und für Eltern" erstellt. Allerdings bleibt unklar, wer genau die Auswahl trifft, und nach welchen Kriterien dies geschieht.

Bewertung

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Eine schöne Auswahl von Youtube-Videos, die größtenteils sehenswert sind. Unklar bleibt, wer hinter der Auswahl steht, welche Kriterien dabei zum Tragen kommen und wie verlässlich die Auswahl an kindgerechten Inhalten ist. Auch bei der Kinderflimmerkiste gilt: Eltern sollten ihre Kinder bei der Mediennutzung begleiten.

Katalogdaten

Alter der Zielgruppe

Kleinkind (2-3 Jahre)
Kindergartenkind (3-6 Jahre)
Grundschulkind (6-10 Jahre)

Eckdaten

Entwickler: surfcheck.info

Erscheinungsdatum: 22. Juni 2013 (Datum der rezensierten Version)

Rezensierte Version: 1.3.1 (Android)

Software Requirements:

Plattform(en): Android 1.6 oder höher, iOS 5 oder höher

Link zur App: Die Kinderflimmerkiste (Android) Die Kinderflimmerkiste (iOS)

Preis: kostenlos mit Werbebanner; Werbung kann durch Inapp-Kauf abgeschaltet werden (iOS €0,89, Android €0,99)

Sprache(n): Deutsch

Aktivität

  • Anschauen
Videos anschauen

Themenbereich

Unterhaltung

Bewertung im Detail

Lernen und Bildung Hintergrund

"Die Kinderflimmerkiste" zielt nicht in erster Linie auf die Wissensvermittlung oder die Bildung des nutzenden Kindes ab. Allerdings befinden sich in der Auswahl der Videos verschiedene Serien, die die Wissensvermittlung und Bildung als Ziel haben. Beispiele sind die "Sendung mit der Maus", die vielfältige für Kinder interessante Themen erklärt, oder die Serie "Jonalu", in der es um Sprachförderung geht.

Special Needs Hintergrund

Eine zielgerichtete Förderung findet nicht statt und die Bedienung ist auch nicht auf Kinder mit Förderbedarf zugeschnitten. Aus den Inhalten sticht zum Zeitpunkt der Rezension "Jonalu" hervor. Diese Fernsehserie von ZDFtivi will gezielt die Sprachkompetenz von Kindergartenkindern fördern. Auf der Homepage der Serie finden sich weitere Angebote, die die Inhalte der Serie unterstützen.

Zielgruppe und Altersangemessenheit Hintergrund

Die Alterseinstufung der App im Google Play Store unterscheidet sich von der im Apple AppStore, obwohl beide Apps laut Anbieter inhaltlich gleich sind. Bei Android wird die Kinderflimmerkiste für Kinder allen Alters beworben, bei Apple ab vier Jahren. Die gelisteten Videos sind in ihrem Anspruch unterschiedlich. Viele richten sich an die ganz Kleinen (z.B. "Teletubbies") oder Kindergartenkinder (z.B. "Roter Traktor"). Einige sind aber auch für ältere Kinder interessant, wie z.B. "Der Rosarote Panther". In der App selbst findet keine Alterseinteilung statt, alle Serien stehen unsortiert untereinander. Über ein aussagekräftiges Bild aus der jewiligen Serie gelangt man zu den einzelnen Folgen. Diese haben dann aber sehr kleine Vorschaubilder, so dass sich der jeweilige Inhalt nur über den Titel erschließt, der direkt von Youtube übernommen ist.

Attraktivität Hintergrund

Wenn die App startet erkennen die Kinder sofort ihre Lieblingsserien anhand der Vorschaubilder. Und davon gibt es reichlich: Zum Zeitpunkt der Rezension waren 25 Serien vertreten, so dass die meisten Kinder mit (kindgerechter) Fernseherfahrung sich schnell "wie zu Hause" fühlen werden.

Gender Hintergrund

Die App selbst ist sehr schlicht gestaltet und zielt nicht speziell auf Mädchen oder Jungen ab. Inhaltlich waren zum Testzeitpunkt sowohl Serien vertreten, die eher Jungen ansprechen ("Feuerwehrmann", "Roter Traktor") als auch solche, die vielleicht Mädchen schon kennen ("Emily Erdbeer", "My little Pony"). Ohne alle aufgelisteten Serien im Detail zu kennen, scheinen diese in der vorliegenden Version keine fragwürdigen Geschlechterrollen zu vermitteln oder stereotypes Verhalten in den Vordergrund zu stellen.

Benutzerfreundlichkeit Hintergrund

"Die Kinderflimmerkiste" ist sehr einfach aufgebaut und intuitiv zu bedienen. Ein Berühren des Vorschaubildes führt zur Liste der angebotenen Folgen einer Serie. Ein weiteres Berühren öffnet den Videoplayer und startet die Folge. Um vom Videoplayer zurück zur App zu gelangen, verwendet man (wie unter Android gewohnt) die Rücktaste. In der Flimmerkiste selbst führt allerdings die Rücktaste nicht wie erwartet zurück zur Übersicht aller Serien, sondern beendet die App. Dies ist für Android-Nutzer ungewohnt und führt immer wieder zum ungewolltem Beenden der App.

Social Media Hintergrund

"Die Kinderflimmerkiste" reduziert die vielfältigen Web2.0-Möglichkeiten Youtubes auf eine einfache Auswahl an kindgerechten Videos. Sämtliche Social-Media-Funktionen gehen dabei verloren: Die Videos werden unabhängig von dem Benutzer / der Benutzerin, die es ursprünglich hochgeladen hat, Kommentaren, der Anzahl der Aufrufe und "Likes & Dislikes" angezeigt. Eine Anmeldung ist nicht möglich und auch nicht nötig, denn die einzige Funktion der App ist das Anschauen der Videos, was bei Youtube keine Anmeldung erforderlich macht.

Kommerzielle Elemente Hintergrund

Der Anbieter informiert in beiden Stores darüber, dass die App "neutrale, und somit kinderfreundliche Werbebanner" enthält, die gegen eine Gebühr (Android €0,99 / iOS €0,89) abgeschaltet werden kann. Das Werbebanner befindet sich stets am unteren Rand des Bildschirms. Auch wenn die beworbenen Produkte nicht jugendgefährdend sind, sind sie doch auf Erwachsene zugeschnitten. Je nach Werbung landet man durch Berühren mal im Store, mal auf einer Internetseite. Dabei kann man auch auf Abo-Angebote stoßen, die in einer App für Kinder nichts zu suchen haben. Ganz unten in der Liste der vorhandenen Serien befindet sich die Schaltfläche zum Entfernen der Werbung. Bei der getesteten Android-Version findet sich kein Schutz, der das "versehentliche" Kaufen durch das Kind verhindert. Sind am Smartphone/Tablet Store-Käufe nicht grundsätzlich kennwortgeschützt, kann jedes Kind mit wenigen "Klicks" das Werbebanner kostenpflichtig entfernen.

Sicherheit Hintergrund

In der Beschreibung der App in den Stores ist genau aufgeschrieben, welche Serien durch die "Kinderflimmerkiste" zugänglich gemacht werden. Die einzelnen Videos werden "von Eltern, und für Eltern" zusammen gestellt. Dabei bleibt aber unklar, ob die Videos von dem Anbieter auch angeschaut und überprüft wurden. In einem der verlinkten Videos wurde beispielsweise permanent die Adresse einer Internetseite eingeblendet. Diese enthielt keine Kinder beeinträchtigenden Inhalte, war aber eben auch nicht für Kinder gemacht. Diverse Videos funktionierten nicht, weil sie scheinbar nicht mehr auf Youtube vorhanden waren. Eine Information, wie häufig die Liste der Videos auf Aktualität überprüft wird, gibt es nicht.

Die in der Beschreibung propagierte "gesicherte Umgebung", in der Kinder die Videos anschauen können, ist nicht mehr als eine App, die eine Liste von Videos anbietet. Um eine für Kinder gesicherte Umgebung zu erreichen, müssen aber je nach Betriebssystem weitere Vorkehrungen getroffen werden. Schon über das Werbebanner gelangen Kinder schnell auf den Browser und damit in das zunächst unbegrenzte Internet. Eine Internetverbindung muss auch stets vorhanden sein, da die "Kinderflimmerkiste" nur online funktioniert.

Vertrauenswürdigkeit Hintergrund

Android-Nutzer(innen) müssen ein bisschen suchen, bis sie heraus bekommen, wer hinter der App steht: Während im Apple Appstore eine Person als Anbieter genannt wird, findet man in der Android-Version nur eine Internet-Adresse. Diese führt zu einer holländischen Seite mit Wetterinfos für Surfer. Obwohl auf dieser Seite keine Rede von der "Kinderflimmerkiste" ist, stimmt der Name des Seitenbetreibers, der dort zu finden ist, mit dem Namen des Anbieters der iOS-App überein. Auch hier würde etwas mehr Transparenz Vertrauen schaffen.

In jedem Fall lehnt der Anbieter jede Gewähr "für die Richtigkeit der Daten oder das korrekte Funktionieren der Software" ab. Eltern sollten sich also nicht zu sehr darauf verlassen, dass nur geeignete Inhalte für Kinder zu finden sind.

Datenschutz Hintergrund

Laut Beschreibung führt die Kinderflimmerkiste "begrenzte (anonyme) Statistiken, die der optimalen Konfiguration von sowohl der App als auch des Backend dienen". Was darunter zu verstehen ist, wird nicht erklärt. In der Android-Version benötigt die App nur Rechte für Netzwerkverbindungen, kann also auf persönliche Daten wie Adressbuch usw. nicht zugreifen und diese damit auch nicht an andere Seiten, die über das Werbebanner aufgerufen werden, weiter geben. Die Beschreibung der Apple-Version gibt zu diesem Thema keine Auskunft.

Wow! Hintergrund

Ein Wow-Faktor ist bei der Kinderflimmerkiste nicht vorhanden. Sie ist nüchtern in der Aufmachung und nüchtern in der Funktionalität.

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